Am 25. Januar im Jahre 1759 wurde Robert Burns als Sohn von William Burns und Agnes Broun in deren Haus Alloway Cottage geboren. Ein paar Tage später zerstörte ein starker Sturm das Dach des Cottages, was als bezeichnend für Burns ganzes Leben sein soll: er führte ein stürmisches Leben in allen Beziehungen.

 

Sein Vater William (1721-1784), geboren in Kincardineshire, zog nach Süden, um Arbeit zu finden, und bekam in Ayrshire die Stelle als Chefgärtner auf dem Anwesen Doonholm von Dr. William Fergusson. Er pachtete einen halben Hektar Land von Alexander Campbell, wo er sein Cottage für seine zukünftige Familie erbaute. Im Dezember 1757 heiratete er Agnes Broun, mit der er 7 Kinder hatte (Robert, Gilbert, Agnes, Annabella, William, John und Isabella). Robert Burns war der älteste in der Kinderschar.

 

Die elterlichen Einflüsse waren sehr stark. Von seiner Mutter bekam Burns die ersten Kontakte zu schottischen Volksliedern, Märchen und Volkssagen. Aber auch von seiner Cousine Betty Davidson bekam er nicht unwesentlichen Einblick in die Welt der Feen, Elfen, Teufel, Geister, Hexen, Drachen und anderen Märchen- und Fabelwesen.

Burns Vater war von der Wichtigkeit einer vernünftigen Erziehung überzeugt und ermöglichte allen seinen Söhnen eine gute Ausbildung, soweit es die finanziellen Verhältnisse auf der Farm zuließen.

 

1756 besuchten Robert und Gilbert William Campbell's Schule in Alloway. William Burns engagierte zusammen mit vier Nachbarn den 18jährigen John Murdoch, Sohn eines Schuldirektors aus Auchinleck, als Tutor für ihre Söhne. Der Schwerpunkt lag auf Lesen, Schreiben, Gedichte und Hymnen Auswendiglernen und Rhethorik. Robert besaß das außerordentliche Talent eines fotografischen Gedächtnisses: wenn er ein Gedicht oder Lied einmal gelesen hatte, konnte er es auswendig aufsagen, auch Jahre später noch. Obwohl sein Tutor eher an die Talente seines Bruders Gilbert glaubte, hatte Robert's Vater schon immer die Vorahnung, dass von Robert etwas ganz Außergewöhnliches ausgehe.

 

1766 zog die Familie Burns zur Mount Oliphant Farm auf dem Doomholm Anwesen. William Burns lehrte seine Kinder abends, wenn die Tagesarbeit getan war und im Sommer 1772 gingen Robert und Gilbert in wöchentlichem Wechsel zur Dalrymple Schule. John Murdoch kehrte 1773 zur Ayr Grammar Schule zurück, wo Burns Unterricht in Englisch, Französisch und ein wenig Latein bekam. Berichten zufolge war Burns sein ganzes Leben lang immer mit einem Buch in der Hand zu sehen, sogar beim Mittagessen. Literatur war also sein Lebensinhalt von Anfang an.

 

Das Leben auf der Mount Oliphant Farm war sehr hart. Der Boden war unfruchtbar und die Familie lebte sehr spartanisch, Fleisch gab es jahrelang nicht zu den Mahlzeiten. Sein Bruder Gilbert sagte einst über Robert, dass diese harte Zeit wohl ausschlaggebend war für dessen lebenslange Depressionen. Nach dem Tod von William Fergusson, dem Besitzer von Doomholm, kontrollierte ein weniger freundlicher Gutsherr das Anwesen, der die Bediensteten peinigte. Dieser inspirierte Burns schon früh zu seinen satirischen Werken.


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